zu einem organischen, vollkommen nichtmetallischen Raumschiff hatte zwar schon lange Zeit in meinem Notizbuch gestanden, aber sie war nicht zu gebrauchen, bevor ich nicht ein Mittel gefunden hatte, solch einen Vogel auf die notwendige Geschwindigkeit beschleunigen zu konnen. Auf einem der SF-Kongresse erwahnte ich dann mein Problem Jack Cohen gegenuber. Jack, ein sehr hilfsbereiter Mensch und ein Verfechter der Wahrscheinlichkeit fur die Existenz au?erirdischen Lebens, ist Dozent fur Tierfortpflanzung an der Universitat Birmingham. Er wei? so viel uber merkwurdige und fremdartige Lebensformen, da? er, wenn man ihn fragt, ob ein bestimmter hypothetischer Extraterrestrier physiologisch moglich ist, stets Beispiele von ein paar terrestrischen Lebensformen anfuhrt, die haufig noch sonderbarer sind. Jack sagte mir, die Antwort auf mein Problem ware der Bombardierkafer — ein kleines mitteleuropaisches Insekt, das bei drohender Gefahr aus seinem Hinterleib so heftig Gas aussto?t und entzundet, das es viele Zentimeter weiter entfernt landet.

Als die Geschichte schlie?lich geschrieben wurde, erfolgte der Abschu? von einem Planeten des Mesklintyps mit hoher Zentrifugalkraft und geringer Gravitation am Aquator, um den Startvorgang zu erleichtern. Dabei bildeten Millionen von ubergro?en Bombardierkafern die mehrstufigen Antriebsreihen, die alle auf einmal donnernd starteten und den Vogel ins All hoben. Ich hielt das fur eine Idee, die zweifellos Erstaunen erregen mu?te.

Stellen Sie sich vor, welche technologische Leistung das fur eine Spezies darstellte, die keinerlei Metalle besa?, und bedenken Sie die erforderliche zeitliche Koordinierung und die Empfindlichkeit der Steuerung. Versuchen Sie aber lieber nicht, sich den Geruch vorzustellen… Die neuesten Geschichten sind die eng zusammenhangenden Erzahlungen, die gemeinsam mit dem die Handlung eroffnenden Spacebird in diesem Buch enthalten sind: Contagion (Eine ansteckende Krankheit), Quarantine (Quarantane) und Ambulance Ship (Das Ambulanzschiff).

Das Buch behandelt einen neuen Aspekt der Arbeit des Orbit Hospital im galaktischen Sektor zwolf — namlich den speziellen Ambulanzdienst des Hospitals. Zudem beschaftigt es sich mit den extraterrestrischen medizinischen, physiologischen, psychologischen und technischen Problemen, die umgehend und an Ort und Stelle des Unfalls von der Crew des Ambulanzschiffs gelost werden mussen, wenn die Verwundeten uberleben sollen, bis sie das Hospital erreicht haben. Wenn solche Schwierigkeiten auftreten, sind die Ambulanzschiffe weit von den praktisch grenzenlosen Moglichkeiten des Orbit Hospitals entfernt, so da? die Spezialisten fur Medizin und fur Alientechnologie auf ihre eigene Erfindungsgabe und stark begrenzten Hilfsmittel zuruckgreifen mussen.

Treffen sie gar eine falsche Entscheidung, konnen die Folgen wirklich verheerende Konsequenzen nach sich ziehen.

Bis heute (1980 — Anm. d. Ubers.) ist die Sector-General-Serie auf eine Kurzgeschichte, funfzehn Erzahlungen und einen Roman angewachsen. Ich hoffe, auch weiterhin uber Extraterrestrier schreiben zu konnen — uber ihre exotischen Physiologien, ihre fremdartigen Standpunkte und die damit verknupften Probleme der Verstandigung und des Verstehens. Doch seit einigen Jahren habe ich ein eigenes Problem — wenn ich mir einen wirklich fremdartigen Alien ausdenke, erkrankt dieser prompt oder verletzt sich bei einem Unfall und wird am Schlu? stets zu einem Fall fur das Orbit Hospital im galaktischen Sektor zwolf.

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