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»Er muss gesturzt sein, als er nach dem Raub der Kasse der
Pater Albert schuttelte den Kopf. Wie konnte Arnau eine solch schreckliche Tat begangen haben? Die Kasse der
»Das kann nicht sein«, murmelte er vor sich hin.
»Doch, Pater«, beteuerte der Beamte. »Der Junge trug diese Borse bei sich.« Er zeigte die Borse mit Graus Geld fur die Gefangenen vor. »Was macht ein Junge mit so viel Geld?«
»Und sein Gesicht«, wandte ein anderer Soldat ein. »Wozu sollte sich jemand das Gesicht mit Lehm beschmieren, au?er um auf Raubzug zu gehen?«
Pater Albert schuttelte erneut den Kopf, den Blick auf die Borse gerichtet, die der Soldat hochhielt. Was hatte Arnau zu dieser Nachtstunde dort verloren? Woher hatte er diese Borse?
»Was habt ihr jetzt vor?«, fragte er die Soldaten, als er sah, dass sie Arnau zum Aufstehen notigten.
»Wir bringen ihn ins Gefangnis.«
»Auf gar keinen Fall«, horte er sich selbst sagen.
Vielleicht gab es fur das alles eine Erklarung. Es konnte nicht sein, dass Arnau versucht hatte, die Kasse der
»Er ist ein Dieb, Pater.«
»Das wird ein Gericht zu entscheiden haben.«
»So ist es«, bestatigte der Soldat, wahrend seine Manner Arnau unter den Achseln packten, »aber er wird den Prozess im Gefangnis abwarten.«
»Wenn er in ein Gefangnis kommt, dann in das des Bischofs«, sagte der Priester. »Das Verbrechen wurde an einem geheiligten Ort begangen. Folglich fallt es unter die Zustandigkeit der Kirche, nicht des Stadtrichters.«
Der Soldat sah seine Manner an und dann Arnau. Dann befahl er ihnen mit einer Geste, den Jungen wieder loszulassen. Dieser Aufgabe kamen sie nach, indem sie ihn einfach fallen lie?en. Ein hohnisches Lacheln erschien auf seinen Lippen, als er sah, wie das Gesicht des Jungen hart auf den Fu?boden aufschlug.
Pater Albert sah sie wutend an.
»Bringt ihn zur Besinnung«, forderte Pater Albert, wahrend er die Schlussel zur Kapelle hervorzog, das Gitter offnete und hineinging. »Ich will horen, was der Junge zu sagen hat.«
Er ging zur Kasse der
»Was ist geschehen?«, hielt er stumme Zwiesprache mit der Jungfrau. »Wie konntest du zulassen, dass Arnau dieses Verbrechen begeht?« Er horte, wie die Soldaten dem Jungen Wasser ins Gesicht schutteten. Als er aus der Kapelle kam, betraten gerade mehrere
Als Arnau das eiskalte Wasser spurte, kam er zu sich und sah, dass er von Soldaten umringt war. Er horte erneut das Gerausch der Lanze, die in der Calle Boria an seinem Ohr vorbeigezischt war. Er war vor ihnen davongerannt. Wie hatten sie ihn erwischen konnen? War er gestolpert? Die Gesichter der Soldaten beugten sich uber ihn. Sein Vater! Er brannte! Er musste fliehen! Arnau rappelte sich auf und versuchte einen der Soldaten zur Seite zu sto?en, doch die Manner hielten ihn muhelos fest.
Niedergeschlagen sah Pater Albert zu, wie der Junge darum kampfte, sich von den Soldaten loszurei?en.
»Wollt Ihr noch mehr horen, Pater?«, warf ihm der Soldat spottisch vor. »Oder ist Euch das Gestandnis genug?« Dabei blickte er auf den verzweifelt sich wehrenden Arnau.
Pater Albert barg das Gesicht in den Handen und seufzte. Dann trat er zu den Soldaten, die Arnau festhielten.
»Warum hast du das getan?«, fragte er den Jungen, als er vor ihm stand. »Du wei?t, dass diese Kasse deinen Freunden, den
Die Gegenwart des Priesters beruhigte Arnau. Aber was machte er hier? Die Kasse der
»Ich war's nicht …«, stotterte er.
Der Beamte hielt ihm Graus Geldborse vors Gesicht. Arnau fasste an die Stelle, wo sie hatte sein sollen. Er hatte sie nicht unter der Matratze zurucklassen wollen, falls die Baronin sie anzeigte und man Joan beschuldigte, und nun … Dieser verfluchte Grau! Diese verfluchte Borse!
»Suchst du das?«, warf ihm der Beamte entgegen.
Ein Raunen ging durch die
»Ich war's nicht, Pater«, verteidigte sich Arnau.
Der Soldat lachte schallend und seine Manner stimmten mit ein.
»Ramon, ich war es nicht. Ich schwore es euch«, wiederholte Arnau und sah dem
