Ihre Bruste strichen fast uber seine Brust, und er konnte spuren, wie ihre Brustwarzen unter dem dunnen Stoff hart wurden. Ihr Atem war warm und roch nach Zimt.
»Nun ja, es gibt dort einen Fernsehsessel. Und einen gro?en Bildschirm. Ich glaube nicht, dass es ihm recht ware, wenn man in den anderen Buros wusste, dass er sie benutzt.« Er fuhr ihr mit der Hand durch ihr seidiges Haar. Sie hatte gro?artiges Haar.
»Ein Fernsehsessel? Klingt interessant«, sagte sie.
Wenn sie sich einbildete, dass sie im Sattel sitzen wurde wie letzte Nacht, stand ihr eine Uberraschung bevor. Nicht, dass es nicht fantastisch gewesen ware, blo?, nun ja, sie hatten nicht viel Zeit gehabt, aber das war nicht ihre Schuld gewesen. Und deshalb war er diesmal in der Stimmung, sie richtig fertig zu machen. Der General, dieses Arschloch, sollte seinetwegen ihre Schauspielkunste genie?en, aber er bekam von ihr echte Leidenschaft, das stand fur ihn fest. Sie sollte es einfach nicht schaffen, ihn zu vergessen, nicht wahrend dieser traurigen Pantomime mit diesem unfahigen, korrupten Schwein. Wie er sich danach sehnte, den Kerl endlich seines Kommandos zu entheben und seiner Karriere ein Ende zu machen!
Der versprochene Fernsehsessel hatte einen unglaublich scheu?lichen grun-schwarz karierten Bezug. Ein verblasstes Kissen im Leopardenmuster, wer wei?, woher es stammen mochte, lag darauf. Und neben dem Sessel lagen ein paar andere Kissen und eine rot-wei?e Decke mit dem Emblem einer Limonadenmarke. Auf dem kleinen Couchtisch stand eine Schachtel mit Holowurfeln. Die Wande waren in demselben amtlichen Grun und Schlachtschiffgrau wie der Rest des Buros gehalten.
Als die Tur sich hinter ihr zuschob, packte er sie beinahe brutal, zog sie an sich und kusste sie hart. Er wusste nicht, was diese Frau an sich hatte, aber ein einziger Kuss, eine einzige Beruhrung, und er war au?er sich.
Jetzt schlangen sich ihre Beine um seine Huften, und in ihm begann es zu kochen. Die Kissen und die Decke reichten gerade aus, um sie zu stutzen, als er sie uber die Armlehne des Sessels bog. Er hatte beide Hande frei und konnte sie ungehindert benutzen. Und das tat er dann auch, als er spurte, dass die ersten Zuckungen sie durchliefen. Gestern war schon ziemlich grandios gewesen, aber Stewart hatte es nun einmal lieber, wenn er selbst das Tempo bestimmen konnte.
Er hatte sich gerade vom zweiten Mal erholt und wollte wieder von neuem beginnen — diese Verjungungsbehandlung hatte ihre Vorteile -, als er glaubte, im Vorzimmer ein Gerausch zu horen. Eilig legte er Sinda die Hand uber den Mund. »Schsch!«, machte er, und beide griffen nach ihren PDAs. Sie hatte ihren zuerst.
»Buckley, wer ist dort drau?en?«, zischte sie.
»Sergeant Franks! Er wird’s dem General sagen, und dann sterben wir alle!«, flusterte es zuruck.
Sinda nickte.
Er murmelte seinem getarnten AID leise zu, es solle Franks belauschen, bis er den Hauptquartierskomplex verlassen hatte. Dann sa?en er und Sinda stumm da und starrten einander an, bis das AID leise verkundete, dass Franks wieder gegangen sei und der ganze Bereich, abgesehen von ihnen und der MP-Wache drau?en im Korridor, leer sei.
»Du hast ja deinen Buckley verdammt gut abgerichtet«, sagte er.
»Yeah, und du auch«, stellte sie etwas abwesend fest. »Mann, das nimmt einem richtig die Stimmung, oder?«
»Yeah, aber ich denke, da kommen wir gleich wieder rein.« Er blickte zu Boden, zuckte die Achseln und strich ihr mit dem Finger uber den Schenkel.
»Heute hat man uns schon einmal beinahe erwischt. Wir sollten es nicht ubertreiben, okay?« Sie schob seine Hand weg und griff mit einem bedauernden Lacheln nach ihrer Uniform.
»Yeah«, pflichtete er ihr widerstrebend bei und griff selbst nach seinen Kleidern. Es war wirklich nicht ihre Schuld. Wenn uberhaupt jemand Schuld hatte, dann er, weil er schlie?lich uber die Macht verfugte, den Dreckskerl seines Kommandos zu entheben und das bis jetzt noch nicht getan hatte. Okay, seine eigenen Befehle lie?en das bis jetzt noch nicht zu, aber wenn er dafur sorgen wollte, dass sie nicht mehr zu diesem Arschloch ins Bett kriechen musste, brauchte er sich ja blo? zu beeilen und Franks — oder wen auch immer sonst die Gegenseite hier eingeschleust hatte — zu schnappen. Und sobald das erledigt war, konnte er Beed seines Kommandos entheben und diesen Kotzbrocken zur Erde schicken und damit von Sinda weg.
Er kusste sie und bedeutete ihr mit einer Handbewegung, dass er hier Ordnung machen wurde und sie sich um ihr Haar und ihre Kleidung kummern konne.
Nicht dass es vollig unmoglich gewesen ware. Schlie?lich war es ja nicht ihr Lebenszweck, bei CID oder einer MP-Brigade zu arbeiten. Er konnte veranlassen, dass sie irgendwohin auf der Basis versetzt wurde. Und sobald sie nicht mehr beide in derselben Befehlskette dienten und sie einen nicht ganz so verruckten Job wie diesen hatte, gab es ja eigentlich nichts, was sie voneinander abhalten wurde, oder?
Auf dem Shuttle zum Frachter trugen Jay und die anderen im Allgemeinen unter ihren schweren Baumwollkombinationen Unterzeug aus demselben Material wie Militarseide. Das mussten sie. Die Landekontrolle hatte das Austreten von Warme nicht erlaubt, das die Folge gewesen ware, wenn sie die Shuttle-Kabine ertraglich temperiert hatten.
Au?erdem sollten sie ohnehin nicht im Shuttle schlafen. Als Tarnung dafur hatten sie ein Passantenzimmer mieten und jemanden lange genug dort unterbringen mussen, dass es auch benutzt aussah. Jay war dieses Arrangement ganz sympathisch, weil es ihm eine ausgezeichnete Tarnung fur seine unabhangigen Ausfluge lieferte, wenn er dran war, das Zimmer zu benutzen.
Und das war fur heute vorgesehen, aber Papa O’Neal hatte ihn gebeten, mit ihm zu tauschen, und er hatte keinen vertretbaren Vorwand gehabt, um das abzulehnen.
Und deshalb steckte er jetzt im Shuttle und fror sich mit Sunday den Hintern wund. Schon, das Seidenunterzeug half da ein wenig. Trotzdem ware er lieber allein und im Warmen gewesen. Nicht, dass Sunday ein ubler Kerl gewesen ware, aber der Bursche hatte so viel Geld, dass er gar keine Vorstellung davon hatte, wie es war, in der lausigen Bane Sidhe aufzuwachsen. Oh, die meisten von den Kids hatten das einfach akzeptiert. Sie hatten nie etwas Besseres gekannt. Aber er stammte aus einer Arztfamilie und hatte den Unterschied zwischen sich und den anderen Arztekindern miterlebt. Er wusste recht gut, wie sein Leben ohne die beschissene Bane Sidhe gewesen ware. Sunday hatte das nie begriffen, aber er bekam jetzt blo? das Leben zuruck, das ihm eigentlich von Anfang an zugestanden hatte. Und wenn die BS darunter litt, na schon, dann war das eben ein Ausgleich, nicht wahr?
Er warf einen verstohlenen Blick auf die Flugplane des Shuttle nach drau?en.
Seine Kleider zum Wechseln und sein Ausweis lagen mit dem Geld und einem Minimum an Gepack bereit. Er musste einfach noch zwei Stunden totschlagen, das war alles.
»Hey, Sunday, spielen wir eine Runde
Cally sa? auf dem heruntergeklappten Deckel in der einzigen Kabine der Damentoilette. Das einzige Problem mit diesem Diuretikum war, dass es die Potenz beeintrachtigte und einen Nachgeschmack annahm, wenn man es zu lange vorher aufloste. Sie war sich ziemlich sicher, dass sie heute Abend Gelegenheit finden wurde, sich Zugang zu dem letzten bewachten Raum zu verschaffen. Und das bedeutete, dass sie das Mittel in zwei Stunden brauchen wurde. Ein paar Tropfen in seinem Bier wurden die Garantie dafur liefern, dass er hinausrannte.
Sie steckte die Flasche in ihre Handtasche und zog einen Datenwurfel fur ihren PDA heraus. Keine Ahnung,
