ja, jetzt eben auf dem Boden. Sie schlupfte wieder in ihren BH und zog sich die Seidenkombination zurecht. Dem Himmel sei Dank fur Material, das nicht knitterte, unter keinen Umstanden knitterte.
»Wo du mich da gebissen hast, tut es weh.« Er rieb sich an rotes Mal an der Schulter.
»Tut mir Leid.«
»Hey, nicht, dass ich es nicht bemerkt hatte. Ich meine, naturlich habe ich es
»Mhm. Du auch. Wow ist genau richtig. Einverstanden, wenn ich jetzt gar nicht versuche nachzudenken oder so? Herrgott, hat das gut getan.« Sie musste die Hand loslassen, an die sie sich geklammert hatte, damit auch er seine Uniform in Ordnung bringen konnte, aber er gab sie ihr gleich wieder zuruck.
Dann musste sie ihn ein paar Minuten loslassen, als sie den Stapel Papier und anderen Burokram, der auf dem Boden gelandet war, aufheben mussten, aber als er sich buckte, um einen Klammernentferner aufzuheben, nutzte sie die Gelegenheit, ihn in den Hintern zu kneifen. Das war … nett. Gewohnlich war ihr nach dem Sex gar nicht so nach Kuscheln zumute. Irgendwie war das cool. Als sie dann beide wieder standen, schlang sie von hinten die Arme um ihn und rieb sich an ihm wie eine Katze.
»Wie ist’s, mochtest du etwas essen?« Sie loste sich von ihm, obwohl es sie Muhe kostete.
»Ich habe heute Nachmittag ein paar Fertiggerichte reingeschmuggelt, solche zum Aufheizen. Drau?en darf man uns ja wirklich nicht sehen«, sagte er, Nachsicht heischend, und sah sie an, als
Seine Augen waren so tief, dass sie das Gefuhl hatte, sie musse gleich dort, wo sie gerade stand, zu einer Pfutze schmelzen.
»Komm, ich habe die Sachen in meinem Buro«, sagte er.
Sie zog ihren Stuhl heran, wahrend er die Schachteln aus seinem Schreibtisch holte und an den Tabs zog.
»Wei?t du, wir mussen die Schachteln dann wieder hinausschmuggeln. Beed ist argwohnisch und eifersuchtig und tut so, als ware ich sein Eigentum …« Sie verstummte, als er ihr den Finger auf die Lippen legte.
»Wir werden uns den Abend nicht von dem Ekel verpatzen lassen. Also, mochtest du su?-saure Shrimps oder Cashew-Huhnchen?«
»Mmm, ich liebe Seafood. Kann ich die Shrimps haben?« Sie leckte sich uber die Lippen.
»Aber sicher.« Er reichte ihr eine der Packungen. Es dauerte noch ein paar Minuten, bis sie sie offnen konnte. »Das muss aber hart fur dich gewesen sein, als Kind. Ich meine, ein Madchen von einer Farm in Wisconsin, das gern Meeresfruchte isst.«
»Eigentlich nicht. Wenn man etwas nicht kriegt, kriegt man es eben nicht. Wir hatten mehr als die meisten Leute. Immer noch besser, als in irgendeiner Urb ohne Sonne aufzuwachsen.« Sie fuhr sich mit der Hand an den Mund. »Oh, du meine Gute, du bist in einer SubUrb aufgewachsen, oder nicht, Pryce?«
»Yeah. Wir hatten nicht viel, aber ich hab’s uberstanden.« Sein Mund spannte sich unwillkurlich.
»Ich? Nicht wir?«, fragte sie.
»Na ja, meine Mom war meistens nicht da. Sagen wir mal, ich bin mithilfe meiner Freunde durchgekommen.« Das klang nach schmerzlichen Erinnerungen.
»Oh, warst du lange in einer Krippe?«
»So was Ahnliches. Sagen wir einfach, dass wir meistens selbst auf uns aufpassen mussten«, meinte er.
»Das klingt so, als hattest du schon fruh auf eigenen Beinen gestanden.«
»Ja, irgendwie schon. Ich habe fruh gelernt, mir die richtigen Freunde auszusuchen und ihnen zu vertrauen. Und auch wie man mit Leuten umgeht, denen ich uberhaupt nicht vertrauen konnte. Und du? Konntest du mit anderen Kindern spielen oder warst du viel allein oder was?« Er nahm ihre Hand.
»Da waren nicht viele andere Kinder. Ich bin hauptsachlich mit meinem Daddy aufgewachsen. Er war mein bester Freund.«
»Frische Luft. Sonne. Das klingt … gesund. Ich bin nicht sehr gesund aufgewachsen«, sagte er.
»Nicht so viel, wie du vielleicht denkst. Daddy war ein ehemaliger Soldat. Wie die meisten Leute, denke ich. Aber ich wurde das nicht gesund nennen, eher … ich wei? auch nicht … praktisch?«
»Darum beneide ich dich. Ich meine, dass du einen Erwachsenen hattest, an den du dich halten konntest. Ich musste mir das meiste selbst zurechtreimen oder es einfach ausprobieren.« Er klappte seine Schachtel auf, und der wurzig su?e Duft der Cashewnusse zog durch den Raum.
»Ich beneide dich, dass du gleichaltrige Freunde gehabt hast. Die Farm war da etwas einsam. In mancher Hinsicht konnte ich gar nicht richtig Kind sein.«
»Da haben wir etwas gemeinsam. Wir waren Kinder, aber doch nicht richtig, wei?t du?« Er sah wieder mit diesem ganz speziellen Blick in ihre Seele.
»Ja, ich wei?. Mann, das ist aber ein ernstes Gesprach.« Sie klappte den Deckel von ihren Shrimps auf und atmete den Dampf ein, der der Packung entwich. »Das riecht lecker.«
»Willst du Reis? Ich habe nur gedunsteten Reis mitgebracht. Ich mag gebratenen Reis in solchen Warmepackungen nicht. Was da an den Eiern dran ist, schmeckt immer wie Gummi.« Er hielt ihr eine Schachtel hin.
»Das ist eine gute Wahl. Gedampft schmeckt er viel besser. Danke. Das riecht auch gut.« Sie wies auf die Schachtel, die er gerade geoffnet hatte.
»Willst du einen Happen? Tauschen wir?« Er spie?te ein Stuck Huhnchen auf die Gabel und hielt es ihr hin, hielt die offene Hand darunter, fur den Fall, dass Sauce heruntertropfte. Seine Hand fuhlte sich warm an ihrem Kinn an, als sie kostete.
Wahrend sie dann zusah, wie er ein Stuck Shrimp von ihrer Gabel nahm, musste sie naturlich wieder auf seinen Mund sehen. Sie hatte keine Ahnung, wie lange sie ihn angestarrt hatte, bis er ihr schlie?lich die Gabel zuruckreichte. Sie wusste blo?, dass der zweite Bissen wesentlich kuhler als der erste war. Aber eigentlich war sie gar nicht so hungrig. Sie hatte hochstens die Halfte von ihrer Portion gegessen, als sie die Schachtel wegschob. Irgendwann wahrend des Essens hatte sie ihren Sessel naher an den seinen gerollt, aber sie konnte die Warme spuren, die von seinem Schenkel ausstrahlte, ganz nahe, und doch nicht nahe genug.
Offenbar dachte er dasselbe, denn kaum dass er mit seinem Essen fertig war, ebenfalls nur der Halfte, spurte sie, wie er sie plotzlich auf seinen Scho? zog, eine Hand um ihre Brust gelegt. Viel zu weit unten, wie sie fand. Sie drehte sich etwas zur Seite und spurte, wie seine Finger uber ihre Brustwarzen strichen. Dabei verlagerten sich auch ihre Huften, und das veranlasste ihn dazu, seine Sitzposition zu verandern, und sie spurte seine Erektion am Bein und hielt es plotzlich nicht mehr aus.
Dann konnte sie erst wieder bewusst denken, als er gekommen war und sie merkte, dass sie auf dem Boden uber ihm zusammengesunken war und einen leichten Wadenkrampf verspurte. Sie wusste nicht, wie viele Orgasmen sie durchzuckt hatten, wahrend ihr Gehirn auf Standby geschaltet hatte. Sie wusste nur, als sie sich von ihm loste, sich seitlich wegschob, dass ihre Muskeln zu Wasser geworden waren. Erschopft lie? sie den Kopf auf seiner Schulter ruhen, und der vollig entspannte Zustand seiner Muskeln bildete einen scharfen Kontrast zu der Spannung, unter der sie noch vor Minuten gestanden hatten. Sie fuhr mit dem Zeigefinger durch die Haare auf seiner Brust, leckte sich den dunnen Schwei? von der Fingerspitze. Es schmeckte salzig und irgendwie undefinierbar, unbeschreiblich, nur dass sie wusste, dass sie danach suchtig sein wurde. Aber … erst … viel spater … nachdem sie sich ein wenig ausgeruht hatte. Oder vielleicht auch lange ausgeruht.
Erstaunlicherweise stellte sich heraus, dass Fleet-Seide
